Burg Roßlau

Festivalgelände mit Geschichte

Die Burg Roßlau ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Wasserburg, welche auf den Resten einer slawischen Siedlungsburg errichtet wurde. Die mittelalterliche Rundburg war Sitz des Ministerialgeschlechts der Schlichtings. Sie wurde als Niederungsburg mit 3 Wassergräben angelegt. Ursprünglich nur aus einem Wohnturm bestehend, wurde die Burg bis zum 16. Jahrhundert ausgebaut. Gutshof war die Burg immer, der Name Domäne tauchte im 17. Jahrhundert erstmalig auf.

Bis zum vorigen Jahrhundert hatte der Amtshauptmann seinen Sitz auf der Burg, lebte jedoch lieber herrschaftlich in der Residenzstadt Zerbst und ließ sich hier durch einen Amtmann vertreten.
Der baufreudige Landesfürst Johann August von Anhalt-Zerbst ließ 1740 das Jagdschloß unweit der Burg errichten. 1745 wurde ein zweiter Zugang zur Burg durch den Bau der Schloßbrücke geschaffen.
Mit dem Bau des Roßlauer Rathauses 1740-42 zog die Verwaltung allmählich aus der Burg aus und das Gemäuer zerfiel langsam.

Ganz im Sinn der Romantik und der Neugotik ließ Fürst Heinrich von Anhalt-Köthen 1836-38 das Gebäude der Burg wieder herrichten und bewohnbar machen. Nach seinem Tod und einem Brand im Jahr 1871 wurde die Domäne nach Tornau verlegt.

Mit dem Aussterben der Fürstenlinien Anhalt-Zerbst 1793 und Anhalt-Köthen 1847 gingen Burg und Schloß in das Eigentum der Herzöge von Anhalt-Dessau über. Diese verloren ab Mitte des 19. Jahrhunderts das Interesse an dieser Besitzung.
So diente das Schloß dann als Revierförsterei für das herzogliche Forstrevier Roßlau.

In den Jahren 1923/24 wurden in der Burg mehrere Wohnungen eingebaut, auch das Schloß diente zu Wohnzwecken, später war hier das Grundbuch- und Katasteramt untergebracht. Seit der politischen Wende dient das Areal der Burg Roßlau Veranstaltungen und Open-Air-Konzerten.
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22.-24. September 2006

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PROGRAMM 2006 ...